MIT BLICK AUF DEN TON

Der Kunstfilmtag 2009 richtet den Blick auf das Verhältnis von Bild und Ton:
Geräusch, Musik, Sprache, Stille - subtil, leise oder laut: In seiner räumlichen Präsenz schafft der Ton nicht nur eine Verdichtung von Atmosphären und Stimmungen, sondern hat auch die Fähigkeit, das bewegte Bild zu kontrastieren oder zu präzisieren.
Er bildet die Akustik, die die Wahrnehmung und Bedeutung des Bildes wesentlich mit bestimmt. Als ursprünglich autonome Ausdrucksformen gehen Bild und Ton
für die Dauer des Filmes eine Verbindung ein.
Ob synchron, asynchron, parallel oder kontrapunktisch - die Verknüpfung der beiden Rohstoffe Bild und Ton erzeugt etwas Eigenes, Neues als essentielle Ebene jeder audiovisuellen Arbeit. Sei diese Arbeit dokumentarisch, strukturell, essayistisch, poetisch oder performativ: Der/die Künstler/In bestimmt den Modus, die Art, wie sich Ton und Bild zueinander verhalten.

_Über den Kunstfilmtag

 

Der Kunstfilmtag (düsseldorf) entstand 2007 als Künstlerprojekt, in dem internationale und lokale Künstlervideos und -Filme  für ein eintägiges Programm zusammengestellt werden.

Die Idee dabei war und ist die, ein Präsentationsforum für den Film als Medium künstlerischen Ausdrucks aus allen Kunstsparten zu schaffen und das Interesse für experimentelle filmische Formen sowie die Auseinandersetzung damit vor Ort anzuregen und zu ergänzen. Dabei will der Kunstfilmtag eine Plattform für die KünstlerInnen der Stadt bieten, aber sich auch mit Arbeitsweisen und Forschungen von KünstlerInnen aus anderen Räumen der Welt und damit auch aus anderen politischen sowie kulturspezifischen Zusammenhängen befassen.

Dem besonderen Potential, das in der künstlerischen Arbeit mit Medien liegt, Prozesse aus Geschichte und Gesellschaft aufzunehmen und in den Kunstkontext zu transportieren, will der  Kunstfilmtag einen größeren, international angebundenen Spielraum geben.

 

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Der Kunstfilmtag findet während eines einzigen Tages statt, was ihm gleichzeitig einen besonderen Reiz der Fülle, des Events und des Austausches gibt. Das Programm wird während des Jahres aufgebaut, wobei die VeranstalterInnen, die KünstlerInnen sind, auch KollegInnen zur Teilnahme einladen. Hierfür werden trotz bestimmter Vorgaben nicht die Kriterien eines Festivals aufgestellt oder Wettbewerbe und Preisvergaben angeboten.

Seit 2009 liegt die Konzentration auf themenbezogenen Auseinandersetzungen, was durch die ausführliche und von Essays begleitete Programmbroschüre vertieft wird. Über Vorveranstaltungen wie Filmabende, Lesungen oder Vorträge wird das Thema des Jahres auf verschiedenen Ebenen umgesetzt. Auch die ganzjährig bespielte Webseite begleitet die Themen des Kunstfilmtage mit künstlerischen Projekten.

Die von Texten begleitete Programmbroschüre ist zentraler Bestandteil des Kunstfilmtages. Über Vorveranstaltungen wie Filmabende, Lesungen oder Vorträge wird das Thema des Jahres auf verschiedenen Ebenen umgesetzt. Auch die ganzjährig bespielte Webseite begleitet die Themen des Kunstfilmtage mit künstlerischen Projekten.                                    

Eingeladen sind nicht nur MedienkünstlerInnen, sondern auch jene, die originär in der Malerei, Bildhauerei, Performance, Fotografie, Lyrik oder Architektur beheimatet sind. So soll „Kunstfilm“ hier als Oberbegriff für den Künstlerfilm dienen, der Platz lässt für genreübergreifende Arbeiten, die den Bildraum als Experimentierfeld und Handlungsspielraum begreifen.

 

Veranstaltungsort ist der Theatersaal des Küstlerverein Malkasten, düsseldorf.