
MIT BLICK AUF DEN TON
Der Kunstfilmtag 2009 richtet den Blick auf das Verhältnis von Bild und Ton:
Geräusch, Musik, Sprache, Stille - subtil, leise oder laut: In seiner räumlichen Präsenz schafft der Ton nicht nur eine Verdichtung von Atmosphären und Stimmungen, sondern hat auch die Fähigkeit, das bewegte Bild zu kontrastieren oder zu präzisieren.
Er bildet die Akustik, die die Wahrnehmung und Bedeutung des Bildes wesentlich mit bestimmt. Als ursprünglich autonome Ausdrucksformen gehen Bild und Ton
für die Dauer des Filmes eine Verbindung ein.
Ob synchron, asynchron, parallel oder kontrapunktisch - die Verknüpfung der beiden Rohstoffe Bild und Ton erzeugt etwas Eigenes, Neues als essentielle Ebene jeder audiovisuellen Arbeit. Sei diese Arbeit dokumentarisch, strukturell, essayistisch, poetisch oder performativ: Der/die Künstler/In bestimmt den Modus, die Art, wie sich Ton und Bild zueinander verhalten.
Von Oktober 2009 bis Ende Juli 2010 widmet sich die Julia Stoschek Collection dem Thema Performance.
Neben der vom MoMA/P.S.1. und der PERFORMA in New York in Zusammenarbeit mit der Julia Stoschek Collection organisierten Ausstellung
100 YEARS (VERSION #1, DUESSELDORF) werden parallel Live-Performances im zweiten Ausstellungsgeschoss des Sammlungshauses stattfinden.
Während 100 YEARS (VERSION #1, DUESSELDORF) die Historie der Aktions- und Performance Kunst der letzten einhundert Jahre dokumentiert, konzentriert sich die Veranstaltungsreihe NUMBER THREE: HERE AND NOW auf den Live-Moment.
HERE AND NOW steht in diesem Zusammenhang für die direkte Präsenz des Künstlers bzw. Künstlerin und den Partizipationsgedanken von Performance und charakterisiert den ephemeren Moment, das „Hier und Jetzt,“ das nicht wiederholt, und oft auch nicht durch Dokumentation eingefangen werden kann.
Für das zehnmonatige Programm hat die Julia Stoschek Collection 28 KünstlerInnen aus der zeitgenössischen künstlerischen Praxis eingeladen: Tänzer, Choreographen, bildende Künstler und Musiker werden in Einzel- oder Gruppenauftritten ihre teilweise eigens für das Programm entwickelten Arbeiten und Stücke aufführen.