kunstfilmtag auf facebook
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Sa 10. November 2012
F. für Fiktion A.J. Weigoni Das Leben sei ein Roman, behauptete ein französischer Filmtitel vor Jahren und das stimmt deswegen, weil alles einen fiktiven Charakter annimmt, sobald es erzählt wird. Sprache ist kein besonders taugliches Instrument wenn es darum geht, die Wirklichkeit in den Griff zu bekommen, die Wahrheit schlüpft ihr stets durch die Finger. Die gelebten Spannungsbögen der Vergeblichkeit sind nicht auf Papier zu bannen. Der Rest ist immer auf die eine oder andere Weise Fiktion. Wir sind alle Epigonen. Wenn wir Geschichten erzählen, greifen wir zwangsläufig auf das zurück, was wir kennen, was uns vertraut ist, was wir für richtig halten. Wie suchen weder zwanghaft nach Verbindungen oder Zusammenhängen, Assoziationen stellen sich von selbst ein. Das Leben ist intelligenter als die Literatur, was ich schreibe, ist nicht wirklich die Geschichte, das Material enthält allenfalls Elemente, die eine Geschichte ausmachen. Man muss nur nah genug herangehen und genau recherchieren um in jeder Geschichte Grösse zu finden.
Annäherungen/Approaches Weigoni
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