kunstfilmtag
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Sa 10. November 2012
F. für Fiktion
A.J. Weigoni
Das Leben sei ein Roman, behauptete ein französischer Filmtitel vor Jahren
und das stimmt deswegen, weil alles einen fiktiven Charakter annimmt,
sobald es erzählt wird. Sprache ist kein besonders taugliches Instrument
wenn es darum geht, die Wirklichkeit in den Griff zu bekommen, die Wahrheit
schlüpft ihr stets durch die Finger. Die gelebten Spannungsbögen der
Vergeblichkeit sind nicht auf Papier zu bannen. Der Rest ist immer auf die
eine oder andere Weise Fiktion.
Wir sind alle Epigonen. Wenn wir Geschichten erzählen, greifen wir
zwangsläufig auf das zurück, was wir kennen, was uns vertraut ist, was wir
für richtig halten. Wie suchen weder zwanghaft nach Verbindungen oder
Zusammenhängen, Assoziationen stellen sich von selbst ein. Das Leben ist
intelligenter als die Literatur, was ich schreibe, ist nicht wirklich die
Geschichte, das Material enthält allenfalls Elemente, die eine Geschichte
ausmachen. Man muss nur nah genug herangehen und genau recherchieren
um in jeder Geschichte Grösse zu finden.
Annäherungen/Approaches
Weigoni